JPI-O Microplastic PLASTOX: Direkter und indirekter ökotoxikologischer Effekt von Mikroplastik in marinen Organismen

Lichtwiese

28.12.2018

JPI-O Microplastic PLASTOX: Direkter und indirekter ökotoxikologischer Effekt von Mikroplastik in marinen Organismen

Untersuchung des Adsorptions- und Desorptionsverhaltens von Schadstoffen an verschiedenen Mikroplastikoberflächen (MPOs) im kleinen Labormaßstab sowie in der europäischen Meeresumwelt

PLASTOX ist eines von vier Konsortien der JPI Oceans Pilot Action „Ecological Aspects of Microplastics“, das sich aus 15 Partnern und elf EU-Mitgliedsstaaten zusammensetzt.

Ziel des Verbundprojektes „PLASTOX“ ist es, den ökotoxikologischen Einfluss von Mikroplastik (MP) und der daran adsorbierten POPs und Metalle auf die wichtigsten europäischen Meereslebewesen und der vorhandenen Nahrungsketten zu untersuchen.

Die TU Darmstadt ist Koordinator von Arbeitspaket eins, an dem zwölf von 15 PLASTOX-Partnern beteiligt sind. Ein wichtiges Ziel dieses Arbeitspaketes ist es, das Adsorptions- und Desorptionsverhalten von ausgewählten POPs an der Oberfläche von Mikroplastik mit definierten Eigenschaften zu verstehen. Dazu werden neben Langzeitversuchen unter Laborbedingungen auch Langzeitfeldversuche in verschiedenen europäischen maritimen Lebensräumen durchgeführt. Plastikadditive, die von der Oberfläche des Mikroplastiks desorbieren, werden ebenso identifiziert und quantifiziert wie die anorganischen und organischen Schadstoffe, die an der Oberfläche des Mikroplastiks adsorbieren.

Zusätzlich zu der Koordination von Arbeitspaket eins ist die TU Darmstadt vor allem für die Analyse von organischen Schadstoffen an Mikroplastik verantwortlich. Hierzu werden analytische Methoden entwickelt und implementiert, um Schadstoffe an verschiedenen Mikroplastikarten, die der natürlichen Meeresumwelt ausgesetzt werden, zu bestimmen. Darüber hinaus wird die TU Darmstadt neuartige Werkzeuge, wie die Substanzen-spezifische Analyse stabiler Isotope (Compound-specific stable isotope analysis, CSIA) für fortgeschrittene Forschungszwecke entwickeln und anwenden, um Verbleib und Ausbreitung von Stoffen an Mikroplastik in der Meeresumwelt zu untersuchen.

Akronym

PLASTOX

Koordinator

SINTEF, Norway

Projektpartner

  • SINTEF (N);
  • TU DA, Technische Universität Darmstadt (D)
  • AIX-MARSEILLE UNIVERSITE-M.I.O. Mediterranean Institute of Oceanography (F)
  • IMARES, Wageningen UR (NL)
  • IVL, Swedish Environmental Research Institute (S)
  • University of Bologna (I)
  • The Norwegian Polar Institute (N); NOVA.ID FCT (P)
  • National University of Ireland Galway (IL)
  • NTNU, Norwegian University of Science and Technology (N)
  • NILU, Norwegian Institute of Air Research (N)
  • Gent University (B)
  • UPV/EHU, Universidad del País Vasco/Euskal Herriko Universidad (E)
  • University of Exeter (UK)
  • BSH, Federal Maritime and Hydrographic Agency (D)

Laufzeit

01. Januar 2016 – 31. Dezember 2018

Fördergeber

JPI Oceans – the European Union’s Seventh Framework Programme for research, technological development and demonstration via Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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