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Lichtwiese

Ökobilanzwerkstatt 2019 in Stuttgart

Thema: „Ökobilanz in Theorie und Praxis“

Die enge Vernetzung von Forschung und Industrie ist unabdingbar im Bereich der Ökobilanzierung. Themen, wie die erfolgreiche Anwendung der Ökobilanz im täglichen Aufgabenfeld, die hohe Datenqualität als Voraussetzung für die Übertragung in unterschiedliche Felder der Nachhaltigkeit, aber auch neue wissenschaftliche Ansätze verdeutlichen dabei den hohen Stellenwert der kontinuierlichen wissenschaftlichen und industriellen Zusammenarbeit.

Wir freuen uns daher mitteilen zu können, dass die nächste Ökobilanzwerkstatt unter dem Motto „Ökobilanz in Theorie und Praxis“ vom 17. bis 19. September 2019 in Stuttgart stattfinden wird. Veranstaltet wird diese durch das Fraunhofer IBP, Abt. Ganzheitliche Bilanzierung GaBi, in Zusammenarbeit mit dem IABP GaBi der Universität Stuttgart. Eine Anmeldung ist bis zum 07. Juni 2019 möglich.

Die jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe bietet jungen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die auf dem Gebiet der Lebenszyklusanalyse, Ökobilanzierung und artverwandter Methodik forschen oder diese für angewandte Fragestellungen einsetzen, eine Austausch- und Diskussionsplattform. Sie wird kontinuierlich betreut durch das Fachgebiet Stoffstrommanagement und Ressourcenwirtschaft, unter der Schirmherrschaft von Frau Prof. Schebek.

Weitere Informationen zur Ökobilanzwerkstatt 2019 in Stuttgart finden Sie auf der Homepage des Veranstalters (hier)oder auf der offiziellen Seite der Veranstaltungsreihe (hier).

Ansprechpartnerin: Julia Fischer, M.Sc.

Neues Forschungsprojekt zum Thema „ELISA – Elektrifizierter, innovativer Schwerverkehr auf Autobahnen“ gestartet

Auf den Verkehrssektor entfallen ca. 20 % der Gesamtemissionen von Klimagasen in Deutschland; im Gegensatz zu anderen Sektoren steigen im Verkehr die Emissionen an. Um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, müssen daher dringend Lösungen zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors gefunden werden. Ein Beitrag hierzu kann die Elektromobilität sein.

Im Projekt ELISA wurde im letzten Jahr die oberleitungsgebundene Infrastruktur eHighway als Feldversuch in einem Teilabschnitt der Bundesautobahn A5 realisiert. Der Betrieb soll die Anwendbarkeit von Elektrifizierungskonzepten für den Transport im Kurz- bzw. Mittelstreckenbereich mittels Oberleitungs-Hybrid-Lkw erproben. Die Begleitung des Praxisversuchs erfolgt durch das Projekt ELISA II. Der Beitrag des FG SuR beinhaltet eine ökobilanzielle Betrachtung des eHighway-Systems im Zusammenwirken mit seiner Systemumwelt. Mit dieser ökologischen Auswertung des Feldversuchs können Aussagen über Umweltauswirkungen des Projekts getroffen werden.

Das fünfjährige vom BMU geförderte Projekt ELISA II wird durch Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement koordiniert. Als wissenschaftliche Partner sind das Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik und das FG SuR der TU Darmstadt beteiligt. Partner aus der Industrie sind die ENTEGA AG und Siemens. Zu den weiteren assoziierten Partnern zählen lokale Transporteure, die an der Nutzung der Pilotanlage und somit an der praktischen Erprobung des elektrifizierten Schwergüterverkehrs mitwirken.

Ansprechpartnerin: Susanne Hanesch

Ringvorlesung “Global Challenges” SoSe 2019: Circular Economy

Auch in diesem Sommersemester bieten die interdisziplinären Studienschwerpunkte (iSP) die Ringvorlesung „Global Challenges“ an – dieses Mal unter der Federführung des Teilbereichs Umweltwissenschaften (Verantwortung: Fr. Prof. Schebek).

Im Vordergrund der Vorlesungsreihe steht das Themenfeld der „Circular Economy“. Diskutiert werden Problemfelder spezifischer Abfallströme wie Plastik und Elektroschrott, aber auch die Frage, wie eine Kreislaufwirtschaft gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern implementiert werden kann, oder ob diese Länder schon zirkulär agieren und vielleicht gerade deren Konzepte zukunftsfähig sind.

Weitere Informationen zur Ringvorlesung finden Sie hier.

Neues Forschungsprojekt zum Thema „Ressourceneffiziente Quartiere“ gestartet

Auf die „gebaute Umwelt“ aus Gebäuden und Infrastrukturen entfallen der größte Anteil des Rohstoffbedarfs einer Gesellschaft und ein wesentlicher Anteil der Nachfrage nach Energie. Beide Aspekte sind daher wichtige Handlungsfelder für die Erhöhung der Ressourceneffizienz.

Das neue Forschungsprojekt RessStadtQuartier geht diese Problematik aus der Sicht städtischer Quartiere in Ballungsräumen an: diese Quartiere unterliegen heute einem vielfältigen Veränderungsdruck, mit dem eine steigende Dynamik von Planungsprozessen einhergeht. Dieser Hintergrund soll als Chance genutzt werden, spezifische Methoden und Instrumente als „Werkzeugkasten“ für kommunale Planungsprozesse zu entwickeln, mit denen in allen Phasen der Quartiersentwicklung – Neuplanung, (Um-)Nutzung, Abriss – geeignete Maßnahmen zur Erhöhung der Ressourceneffizienz implementiert werden können.

Das dreijährige vom BMBF geförderte Projekt wird durch das Fachgebiet SuR koordiniert. Wissenschaftliche Partner sind das FG Landmanagement und das Institut für Numerische Methoden und Informatik im Bauwesen (beide TU Darmstadt), die FhG Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS und die UMGIS Informatik GmbH. Als kommunale Partner sind die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Landeshauptstadt Wiesbaden beteiligt, deren reale Quartiersplanungen die Anforderungsprofile für die wissenschaftlichen Arbeiten und das Umfeld der Erprobung vorgeben.

Ansprechpartner: Laura Göllner-Völker