Neues Forschungsprojekt zur Wasserwiederverwendung in kommunalen Kläranlagen

Lichtwiese

21.12.2020

Neues Forschungsprojekt zur Wasserwiederverwendung in kommunalen Kläranlagen

Armaturen für die Wasserverteilung, Bild: Pixabay, jarmoluk – © Pixabay, jarmoluk
Armaturen für die Wasserverteilung, Bild: Pixabay, jarmoluk

Die zunehmende Verknappung der Wasserressourcen und strengere Vorschriften für den Umweltschutz machen die Reduzierung von Abwasser und die Einsparung von Frischwasser dringend erforderlich. Die Wiederverwendung von Wasser im Klärprozess ist zwar technisch möglich, resultiert aber in einem Anstieg des Energiebedarfs und der damit verbundenen Emissionen von Treibhausgasen (THG). Aus diesem Grund soll unter Beteiligung des Fachgebiets SuR im Rahmen des Projekts „LIFE-3E“ eine Technologie entwickelt werden, die die Wiederverwendung von Wasser bei gleichzeitiger Reduzierung der Treibhausgasemissionen ermöglicht.

Das Projekt LIFE-3E zielt auf die Entwicklung, Demonstration und Optimierung eines Prozesses zur Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser in kommunalen Kläranlagen ab. Das aufbereitete Wasser soll Reinigungs-, Bewässerungs- oder industriellen Zwecken dienen. Gleichzeitig soll in dem Prozess die Energie, die aus dem Gefälle der unterschiedlichen Salzkonzentrationen zweier Flüssigkeiten resultiert, zur Stromerzeugung genutzt werden. Der entwickelte Prototyp soll später in eine bestehende Kläranlage in der spanischen Region Kantabrien integriert werden. Die Umweltauswirkungen der Technologie werden im Fachgebiet SuR mit Hilfe des Life-Cycle-Assessments (LCA) bewertet.

Das dreijährige Projekt startete am 01.10.2020 und wird von MARE S. A., einem Kläranlagenbetreiber im Besitz der Regierung Kantabriens koordiniert und von der Europäischen Kommission über das Programm LIFE gefördert. Die Technologie soll von der Firma APRIA Systems entwickelt werden. Weitere Projektpartner sind neben dem Fachgebiet SuR die Universität Kantabrien und das Umweltforschungszentrum von Kantabrien – CIMA.

Ansprechpartner: Laura Göllner-Völker und Diego Olaya

zur Liste