Neues Forschungsprojekt zum Thema Materialeffizienz in der industriellen Produktion

Lichtwiese

04.12.2020

Neues Forschungsprojekt zum Thema Materialeffizienz in der industriellen Produktion

Zerspanende Metallverarbeitung, Bild: Pixabay, gefrorene_Wand – © Pixabay, gefrorene Wand
Zerspanende Metallverarbeitung, Bild: Pixabay, gefrorene_Wand

Ressourcen- und Materialeffizienzmaßnahmen in der industriellen Produktion haben das Ziel über den reduzierten Energie- und Materialeinsatz die Emission von Treibhausgasen (THG) zu reduzieren. Eine standardisierte Methode zur Ermittlung der durch Materialeffizienzmaßnahmen eingesparten THG Emissionen existiert derzeit jedoch nicht und soll deshalb unter Beteiligung des Fachgebiet SuR im Rahmen des Projekts „ESTEM“ (Entwicklung einer standardisierten Vorgehensweise zur Ermittlung der eingesparten Treibhausgasemissionen aus Maßnahmen der Materialeffizienz) erarbeitet und in einem Leitfaden zur praktischen Anwendung veröffentlicht werden.

Als Basis für die Entwicklung des standardisierten Vorgehens werden Standards und Normenreihen herangezogen, deren Fokus zum einen auf der Bilanzierung von Ressourceneffizienz und Treibhausgasemissionen auf der Prozess- bzw. Produktebene und zum anderen auf der Klimabilanzierung von Unternehmen und Organisationen liegt. Darüber hinaus werden aus 25 Praxisfallbeispielen zu Materialeffizienzmaßnahmen aus dem produzierenden Gewerbe Anforderungen an die Methode abgeleitet. Das entwickelte Vorgehen soll auf klar definierte Bilanzobjekte, Bilanzgrenzen und Baselines, sowie auf einheitlichen lebenszyklusumfassenden Treibhausgasemissionsfaktoren für relevante Materialien und Materialgruppen beruhen und somit eine vergleichbare Bestimmung von THG-Emissionseinsparungen aus Ressourcen – und Materialeffizienzmaßnahmen gewährleisten

Das Eineinhalbjährige Projekt startete am 01.10.2020 und wird vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) koordiniert und von folgenden Landesministerien gefördert: Baden-Württemberg (UM), Bayern (STMUV), Hamburg (BUKEA), Hessen (HMWVL) und Rheinland-Pfalz (MUEEF). Die wissenschaftliche Leitung liegt beim Steinbeis-Innovationszentrum (STZ) aus Pforzheim. Weitere Projektpartner sind die Sustain Consulting GmbH, sowie die Forschungsstelle Energiewirtschaft (FfE). Das Fachgebiet SuR übernimmt unter anderem die federführende Bearbeitung des Arbeitspakets „Exemplarische Analyse und Evaluierung von Materialeffizienz-Projekten“ und trägt in großem Umfang zur Bestandsaufnahme der Bewertungsmethoden, zur Entwicklung des methodischen Vorgehens, sowie zum Stakeholder Dialog bei.

Ansprechpartnerin: Carina Geyer, M.Sc.

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