Beginn des neuen Forschungsprojektes „GlyChem - Glykane und Koppelprodukte als biogene Wertstoffe“

Lichtwiese

10.07.2020

Beginn des neuen Forschungsprojektes „GlyChem – Glykane und Koppelprodukte als biogene Wertstoffe“

National, wie auch international gehen die aktuellen Bestrebungen weg von einer auf fossilen Rohstoffen basierenden Wirtschaft, hin zu einer Bioökonomie. In diesem Zusammenhang sollen durch den Innovationsraum BioBall, in dicht besiedelten und industrialisierten Ballungsräumen, Forschungsaktivitäten, hin zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft verfolgt und gefördert werden. Die Förderung erfolgt dabei durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das Fachgebiet SuR ist an der Bearbeitung des Forschungsprojekt GlyChem beteiligt, welches eines der Leitprojekte ist, die im Zuge von BioBall gefördert werden.

Das Ziel von GlyChem besteht in der Entwicklung kosteneffizienter und ressourcenschonender Technologien zur stofflichen Nutzung von Glykanen aus kohlenhydrat-reichen bzw. lignocellulosischen Stoffströmen in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Als Koppelprodukte der Glykane mit vergleichbarem Wertschöpfungspotential werden unpolare Carbonsäuren und Polyphenole gewonnen und im Hinblick auf ihr ökonomisches Potenzial evaluiert. Die Erschließung neuer stofflicher Nutzungswege für biogene Abfallströme soll zu einer Reduktion von Treibhausgasen beitragen.

Das Vorhaben wird von der Fraunhofer-Einrichtung für „Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie“ (IWKS) koordiniert. Als Projektpartner sind die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, mit der Professur für Polymere Funktionswerkstoffe, die Technische Universität Clausthal mit den Instituten für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik sowie Thermische Verfahrens- und Prozesstechnik und die Technische Universität mit den Fachgebieten Technische Chemie II und Stoffstrommanagement und Ressourcenwirtschaft beteiligt. Das Vorhaben startete am 01.05.2020 und hat eine Projektlaufzeit von drei Jahren.

Das Fachgebiet SuR, unter Leitung von Frau Prof. Dr. Liselotte Schebek, untersucht in diesem Vorhaben die Vergärbarkeit und das Bildungspotential an Carbonsäuren der Extraktionsrückstände der untersuchten kohlenhydrat-reichen bzw. lignocellulosischen Stoffströme (bspw. Apfeltrester und Kakaoschalen). Das Vorhaben wird hierbei von Herrn Michael Gottschling, unter der Leitung von Dr. Jan Kannengießer, bearbeitet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ansprechpartner: Michael Gottschling, M.Sc.

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