Omikron-Befunde im Abwasser in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen

SARS-CoV-2-Monitoring auf Kläranlagen unterstützt Pandemiebekämpfung

23.12.2021 von

SARS-CoV-2-Monitoring auf Kläranlagen unterstützt Pandemiebekämpfung

In drei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbund-vorhaben werden SARS-CoV-2 Genmaterial und aktuell insbesondere die Omikron-Vari-ante in Abwasser untersucht. In Abwasserproben aus den Zuläufen von sieben Kläranla-gen in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen, an die mehr als 4 Millionen Menschen angeschlossen sind, können so für die Omikron-Variante charakteristische Mutation nach-gewiesen werden. In mehreren Proben ist mittlerweile ein eindeutiger Omikron-Nachweis mittels Sequenzierung erfolgt. Im Sinne eines Frühwarnsystems lassen diese Abwasser-befunde erkennen, dass die Omikron-Variante seit Anfang Dezember in den Einzugsgebie-ten dieser Kläranlagen nachweisbar auftritt. Aktuelle Befunde deuten auf einen Anteil von 0,4 bis 3 % der Omikron-Variante hin. Das Abwassermonitoring wird im Austausch mit den lokalen Gesundheitsbehörden durchgeführt, um das Infektionsgeschehen von SARS-CoV-2 und die Ausbreitung seiner Varianten im Einzugsgebiet der Kläranlagen im Vorlauf von mehreren Tagen im Vergleich zu klinischen Befunden einzuschätzen. Damit kann es als robustes und sensitives Früh- und Entwarnsystem in der Pandemiebekämpfung dienen.