FiF N2O

Ansprechpartner Prof. Dr. Susanne Lackner
Philipp Bunse, M.Sc.
Eva Schulz, M.Sc.
Projektleiter Prof. Dr. Susanne Lackner
Prof. Dr. Jörg Simon
Förderung/Auftraggeber Förderinitiative für Interdisziplinäre Forschung
Laufzeit Oktober 2018 – September 2019
Projektbeschreibung Als Gemeinschaftsprojekt mit dem Fachgebiet Mikrobielle Energieumwandlung und Biotechnologie von Herrn Prof. Jörg Simon läuft seit dem 01. Oktober 2018 das FiF-N2O-Projekt. Hierbei soll in enger Zusammenarbeit mit den Biologen die Reduktion von N2O zu Luftstickstoff (N2) durch Mikroorganismen untersucht werden, und der Einsatz entsprechender Organismen zur N2O-Reduktion auf Kläranlagen geprüft werden.
Das Thema hat eine aktuell sehr hohe Bedeutung im Rahmen des Klimawandels. Distickstoffmonoxid (N2O, auch bekannt als Lachgas) ist neben Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4) eines der wichtigsten Treibhausgase dabei. Verglichen mit den anderen beiden Gasen weist N2O zwar eine geringe Konzentration in der Atmosphäre auf, sein Treibhauspotential ist jedoch 300mal höher als das von CO2. Zusätzlich ist Lachgas die aktuell dominierende Ozon-abbauende Substanz.
Auf Kläranlagen kann Lachgas auf verschiedenen Wegen an unterschiedlichen Stellen entstehen. Mehrere Betriebsparameter beeinflussen die Bildung zusätzlich. Die Änderung dieser ist aber nicht immer möglich, oder bringt den erwarteten Erfolg mit sich.
In der Natur wird N2O ausschließlich von Mikroorganismen zu Luftstickstoff (N2) reduziert. Die Kultivierung bekannter und die Isolation neuartiger Mikroorganismen erfolgt durch die AG Simon. In dem Fachgebiet Abwasserwirtschaft wird an der Kinetik der N2O-Reduktion geforscht. Die Charakterisierung der mikrobiellen Kulturen erfolgt mit N2O-Mikrosensoren. So können die N2O-Verbräuche analysiert und verschiedene Einflüsse simuliert werden. Ziel ist es, die gewonnenen Erkenntnisse in einem Bioreaktor mit Belebtschlamm einer kommunalen Kläranlage anzuwenden. Dabei sollen entsprechende Kulturen hinzugegeben werden.
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