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Willkommen am Fachgebiet Abwasserwirtschaft

Das Fachgebiet Abwasserwirtschaft ist seit März 2016 neu am Institut IWAR. Wir beschäftigen uns mit grundlegenden und praxisorientierten Fragestellungen der kommunalen und industriellen Abwasserbehandlung. Neben den klassischen Verfahren, die vor allem in Lehre und Praxis vertreten werden untersuchen und entwickeln wir auch neue Technologien wie beispielsweise Biofilm- und Membranverfahren. Besonders im Fokus stehen dabei innovative biologische Verfahren wie z.B. zur biologischen Stickstoffelimination (Nitritation, Anammox). Zur Entwicklung und Optimierung neuer Verfahren betreiben wir Versuchsanlagen im Labor- und halbtechnischen Maßstab. Neben der experimentellen Forschungsarbeit leisten mathematische Simulationen von biochemischen Prozessen einen großen Beitrag um technische Systeme besser zu verstehen und zu steuern.

Das neue Fachgebiet hat einen stark interdisziplinären Charakter, was sich vor allem an der Schnittstelle zur Umweltmikrobiologie zeigt. Der Einsatz von molekularbiologischen Methoden ist dabei ein wichtiger Ansatz um die biologischen Systeme in der Abwasserbehandlung besser zu verstehen und zu optimieren. Neben einzelnen Verfahren ist für die ganzeinheitliche Betrachtung von Kläranlagen auch deren Einfluss auf die umliegenden Oberflächengewässer und ein nachhaltiges Wasserressourcen-Management unabdingbar. Für die Betrachtungen müssen demographische, ökonomische und klimatische Veränderungen mit einbezogen werden. Für die Gewässerqualität spielen Kläranlagen als Emissionsquellen und Parametern wie u.a. Stickstoff, Phosphor und Mikroschadstoffe eine wichtige Rolle. Wasseraufbereitung und Wasserwiederverwendung von gereinigtem Abwasser wird besonders in wasserarmen Regionen und Entwicklungsländern ein wichtiges Thema darstellen und ist so ebenfalls Teil unserer Forschungsaktivitäten.

Um eine praxisnahe Ausbildung zu erreichen sehen wir im Fachgebiets Abwasserwirtschaft eine optimale Verknüpfung von Forschung und Lehre als wichtige Aufgabe an. Nationale und internationale Kooperationen und Industriekontakte ermöglichen den Studierenden Einblicke in die vielfältigen Forschungsprojekte und den späteren beruflichen Alltag inkl. der Möglichkeit wertvolle Auslandserfahrung zu sammeln.